Die Gigafactory bleibt für das Label ein notwendiges Übel: Selbst wenn sich die Teslas gut verkaufen, gelingt es dem amerikanischen Automobilhersteller nur mit Mühe, in Anbetracht seiner hohen Kosten für Forschung und Entwicklung, Gewinn herauszuschlagen. Doch Elon Musk ist sich sicher: die Gigafactory wird die Umkehrtendenz schaffen.

Die Erfolgsgeschichte von Tesla geht weiter: Sein drittes Serienmodell, das Model 3, wurde heute bereits mehr als 370.000 mal vorbestellt und übertrifft damit alle Erwartungen. Mit einem auf 35.000 Dollar angesetzten Verkaufspreis ist das Model 3 – auf Kosten Teslas – wesentlich erschwinglicher als seine Vorgänger, wodurch es ein ganz besonderes Risiko für den noch jungen Automobilhersteller darstellt.

tesla factory vue aérienne

Im grössten nachhaltigen Produktionsgebäude der Welt, Gigafactory genannt, will der amerikanische Autobauer, inmitten der Wüste von Nevada, nunmehr sämtliche seiner Lithium-Ionen-Akkus herstellen. Tesla plant innerhalb von vier Jahren ebendort mehr davon zu produzieren, als gar 2013 weltweit. Die Ziele sind hoch: die Produktkosten soweit zu reduzieren, dass ab 2020 mindestens 500.000 Fahrzeuge verlustfrei produziert werden können. Aktuell liegen die Zahlen noch bei einer Jahresproduktion von 50.000 Stück.

Die Zeit eilt. Nachdem die Bauarbeiten der Gigafactory im Juni 2014 begonnen hatten, wurde diese im Juli diesen Jahres offiziell eingeweiht. Die ersten Kunden warten bereits gespannt auf ihren neuen Model 3, der bis Ende 2017 fertiggestellt werden soll. Dabei kann sich Tesla nicht erlauben, in Zeitverzug zu geraten.

Aurélien Matysek / © : Tesla